Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf die Beurteilung von Fenster sehr verändert, früher kam ich oft beim Kunden an und die verbauten Holzfenster waren schlicht und einfach verschlissen, hatten Fehlstellen und gingen nur noch schlecht auf und zu. Heute haben wir nun die Situation das wir immer häufiger auch Kunststoff- Fenster austauschen und bei der Beurteilung dieser fällt es schwieriger sich einzugestehen das der Austausch der Fenster sinnvoll ist, denn das Kunststoff als solches ist nicht Kaputt und das Fenster lässt sich auch noch öffnen und schließen, so kommt es das wir immer häufiger Fenster austauschen nicht weil Sie kaputt sind sondern weil sie nicht mehr dichtschließen, es zieht und die Verglasungen und Rahmen der Fenster von ca. vor 1995 sind im Vergleich zu den heutigen einfach veraltet und sollten deshalb ausgetauscht werden. So können wir ungefähr sagen das Fenster, die vor 1995 eingebaut worden sind, veraltet sind und die heutigen Ansprüche an Wärmedämmung und Sicherheitsausstattung nur unzureichend erfüllen.

Mit Fenstern aus den 80ern ist sicher, dass du dein Geld in Form von Energie und Heizkosten buchstäblich aus dem Fenster schmeißt!

Wenn ich dann bei Kunden bin kommt oftmals die Aussage: „Aber meine Fenster haben doch schon Isolierglas!“ und genau da liegt einer der größten Irrtümer, wenn es um die Bewertung vorhandener Fenster geht. Denn moderne Fenster haben eine Wärmeschutzverglasung und kein Isolierglas.

Isolierglas besteht aus zwei Scheiben mit einem Luft Zwischenraum der als Dämmung dient. Wohin gegen Wärmeschutzglas vom Aufbau ähnlich sein mag, zusätzlich wird hier auf der Scheibenoberfläche eine dünne Metallschicht aufgebracht, durch die die Heizungswärme nicht aus dem Haus gelangt, die Sonnenwärme allerdings nicht hineingelassen wird. Dadurch erzielt Wärmeschutzglas deutlich höhere Energieeinsparungen als Isolierglas, welches du ganz klar zu veralteter Fenstertechnik zählen solltest.

Aluminiumfenster aus den 70er und 80er Jahren auszutauschen ist ungesehen immer empfehlenswert, hier haben die Handwerksbetriebe damals sogenannte kalte Profile verwendet, die quasi kälte und wärme 1 zu 1 leiten und keine Wärmedämmung bieten, gerade im Winter hat man bei diesen Fenstern viel mit Schwitzwasser an den Fenstern zu tun. Heutige Aluprofile sind übrigens gedämmt und haben dieses Problem nicht mehr.

Bestimmung des Ist Zustandes deiner Fenster

Um den Ist Zustand für dich zu bestimmen kannst du folgende Kriterien ganz einfach selber mal in Betracht nehmen.

1) Sehe im Scheibenzwischenraum deiner Fenster nach ob irgendwo ein Eindruck oder Ähnliches ist, dies ist häufig der Fall und dort steht meistens ein Herstellungsdatum, manchmal der Hersteller und im Idealfall sogar der Isolierwert der Scheibe.

2) Aus welchem Material sind deine Fenster? Dies erkennt man häufig schon an der Optik, wenn man sich unsicher ist hilft es oftmals einen Klopftest zu machen.

3) Optik und Zustand des Materiales, sowie die Funktionsfähigkeit, obwohl hier wie schon erwähnt nicht vergessen werden darf das Fenster die 20Jahre alt sind energetisch immer ausgetauscht werden sollten.

4) Kontrolliere die Dichtungen auf Fehlstellen und Ihre Elastizität, sind die Dichtungen schon ganz flach und hart? Dann dichten Sie die Fuge zwischen Rahmen und Flügel ziemlich sicher nicht mehr richtig ab und es zieht durchs Fenster.

Wann macht die Renovierung von bestehenden Fenstern Sinn?

Damit ist zum Beispiel die Erneuerung von Dichtungen oder bei alten Holzfenstern ein neuer Anstrich oder eine neue Isolierverglasung in den vorhandenen Rahmen gemeint. Hier solltest du immer mit Vorsicht handeln, mein Alltag hat mir oft bewiesen das z.B. neue Glasscheiben für vorhandene Fensterrahmen sich von der kosten Seite nicht lohnen, auch bei stark angegriffenen Holzfenstern, die schon mehrere Jahre alt sind lohnt sich oft nicht mehr Geld für einen neuen Anstrich auszugeben, sondern lieber einen Austausch vorzunehmen.

Dies sollen von meiner Seite auf kein Fall Pauschalisierungen sein, in einzelnen Fällen kann es auch Sinn machen, dies sind allerdings eher die Ausnahmen und nicht die Regel.